Internationale Politik studieren: Eine Einführung

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VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2006 M02 13 - 215 pages
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Schliesslich werden Sie ein Gespur fur die hinter den Forschungsprogrammen liegenden Unterschiede in den Auffassungen zur Rolle von (Sozial-)Wiss- schaft im Kontext der von ihr unter-suchten sozialen Welt erhalten haben. Dies betrifft das sog. Theorie-Praxis-Verhaltnis, und wir halten es fur wichtig genug, dazu abschliessend einige kurze Ausfuhrungen zu machen. Ubersicht2. 1: DerGegenstandsbereichderInternationalenPolitikausSicht dervierParadigmen Der Gegenstandsbereich der Disziplin Internationale Beziehungen wird aus Sicht der verschiedenen Paradigmen/Forschungsprogramme unterschiedlich bestimmt, und zwar aus Sicht des . . . als . . . REALISMUS internationales System von Staaten (staatlichen Herrschaftszentren), die sich durch Selbsthilfe unter Bedingungen der An-Archie (der Freiheit von Herrschaft im formalen Sinne) selbst behaupten mussen, also nach Macht streben IDEALISMUS/INSTITUTIONALISMUS inter- und transnationales System der Beziehungen zwischen Staaten einschliesslich ihrer gesellschaftlichen Umfelder, die unter Bedingungen der Interdependenz durch Institutionen-Bildung gemeinsame Probleme kooperativ bearbeiten konnen GESELLSCHAFTSKRITISCHENANSATZES transnationales System gesellschaftlicher Herrschaft (im materialen Sinne), in dem national- und/oder transnational herrschende Klassen unter Bedingungen einer (t- denziell) globalen kapitalistischen Okonomie unter Nutzung der Mehr-Staatlichkeit (kein Weltreich ) ihre polit-okonomischen Herrschaftsinteressen verfolgen (im Wid- streit mit den Unterdruckten/Ausgebeuteten) KONSTRUKTIVISMUS im Prinzip jede der obigen Sichtweisen, jedoch: als komplexes soziales System, d- sen Strukturen gleichermassen durch das Handeln der (kollektiven) Akteure gepragt werden wie diese durch die Strukturen gepragt werden (Ko-Konstitution von Akteur und Struktur), wobei insbesondere die Fremd- (z. B. Feindbilder) und Selbst-Wahrn- mung (Rolle, Identitat) der Akteure (z. B. Staaten) wesentlich ist, so dass das System nicht objektiv-ausserlich, sondern ein soziales Konstrukt ist. Auch dieses Thema ist, wie man so sagt, ein weites Feld."

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About the author (2006)

Dr. Martin List ist akademischer Rat im Lehrgebiet Politikwissenschaft II an der Fern-Universität Hagen.

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